Tätigkeit in Organisation und Fortschritt bei Michelin

Unsere internen Organisatoren sind Experten im Veränderungsmanagement. Sie unterstützen unsere Teams bei der Einführung neuer Prozesse und Organisationsstrukturen, die zur Steigerung unserer Leistungen und unseres Wachstums beitragen werden.
Diese Berater sind im Rahmen unseres Ansatzes des kontinuierlichen Fortschritts in den Produktionsabteilungen und den Dienstleistungsbereichen von Michelin tätig.

Anne

Abteilungsorganisatorin

Ich bin nun seit fast 3 Jahren bei Michelin in Karlsruhe tätig. Als ich damals meine Bewerbung für Michelin geschrieben habe, war mir nicht bewusst, wie komplex der Ablauf der Reifenherstellung ist. Ich hatte mich bis dato noch nicht wirklich viel mit der Thematik Reifen befasst.
Als ich bei meinem Vorstellungsgespräch gefragt wurde, wieso der Reifen schwarz sei, wusste ich keine Antwort. Ich gab eine für mich damals logische Antwort: „Damit er besser zur Straße passt“. Dies war natürlich nicht die richtige Antwort. Mein Unwissen zu diesem Thema machte mich aber erst recht neugierig und weckte meine Begeisterung für das Unternehmen und das Produkt. Im Nachhinein glaube ich, dass genau diese Begeisterung ausschlaggebend dafür war, dass sich Michelin letzten Endes für mich entschieden hat.

Ich hatte mich für eine Stelle in der Produktion mit Führungsverantwortung beworben, war aber offen auch für andere Positionen. Damit ich mich im Unternehmen leichter zurecht finde und das Produkt zunächst erst mal näher kennen lernen kann, begann ich eine Stelle als Qualitätstechnikerin im Bereich Extrusion. Diese Position brachte mir sehr schnell die wesentlichen Punkte näher. Mich faszinierte täglich die Schnittstelle Mensch- Maschine. In der Produktion kann man sehr schnell sehen, dass Technik allein noch kein gutes Produkt macht, sondern auch Faktoren wie Umgang, Menschlichkeit, Motivation und Freude an der Arbeit einen wesentlichen Faktor ausmachen. In diesem Bereich kann man schnell seinen eigenen Fußabdruck hinterlassen. Es ist toll, wenn die Mitarbeiter einen anstrahlen, wenn man vorbeikommt und man schon in einem relativ unerfahrenen Stadium der Berufskarriere heikle Informationen bekommt. In der ersten Phase habe ich sehr viel gelernt.
Es ist sehr spannend zu lernen, wie man mit unterschiedlichen Menschgruppen umgeht. Durch die Nähe zum Elsass gibt es viele Elsässer in der Produktion. Elsässer und Deutsche sind kulturell teilweise sehr unterschiedlich, obwohl uns nicht viele Kilometer trennen. In den ersten Mittagspausen mit meinen elsässischen Kollegen habe ich nicht viel verstanden, wenn sie sich in ihrem Dialekt unterhalten haben(„ salut bissame“ = Hallo zusammen). Aber nach wenigen Wochen war auch das kein Problem. So hatte ich nicht nur gelernt mit anderen Kulturen zu interagieren sondern auch deren Sprachen zu verstehen.

Nach 2 Jahren wollte ich neben der Qualität aber den berühmten Blick über den Tellerrand wagen und bin in die Betriebsorganisation gewechselt. Dort befasse ich mich im Gegensatz zum Qualitätstechniker nicht um die Qualität des Produktes sondern um die Optimierungen der Prozesse in meinem Bereich. Ich prüfe z.B. ob die Auslastung der Maschinen gut gesteuert ist, wie hoch der Personalbedarf für meinen Bereich ist, wie man die Produktivität der einzelnen Maschinen verbessern kann,… Auch hier ist wieder der Kontakt zu den Mitarbeitern an den Maschinen ein wesentlicher Bestandteil. Durch Gespräche mit den Mitarbeitern bekommt man die Schwachstellen schnell und auf den Punkt gebracht heraus um sich dann anschließend an die Optimierungsvorschläge zu machen. Auch bei der Installation von neuen Anlagen bin ich während den Hochlaufphasen immer gefragt und unterstütze die sichere Inbetriebnahme der Anlagen.
Neben dem Wechsel meines Aufgabengebietes konnte ich parallel durch ein Nachwuchsförderungsprogramm andere Bereiche wie den Vertrieb /Euromaster (Reifenhändler) kennenlernen. Dadurch konnte ich auch schnell Kontakte zu anderen Michelin Mitarbeitern in anderen Bereichen knüpfen und somit meinen Einstieg in die Firma vereinfachen.