Tätigkeit im Bereich Qualität bei Michelin

Bei Michelin legen wir höchsten Wert darauf, die Qualität unserer Produkte für unsere Kunden zu garantieren. In diesem Sinne überwachen unsere Mitarbeiter des Bereichs Qualität die gesamte Produktionskette. Vom Techniker bis zur Führungskraft, unsere Mitarbeiter berücksichtigen Kundenrückmeldungen, identifizieren Gelegenheiten zur Verbesserung und richten bei jedem Schritt des Produktionsverfahrens Kontrollsysteme ein.

Oliver

Leitender Qualitätsmanager für Halbfertigprodukte

Seit kurzem bin ich als Qualitätsmanager der Halbfertigproduktherstellung in der Neureifenfertigung verantwortlich für die Einhaltungen und Definition der Qualitätsvorgaben und die Verbesserung der Qualitätskennzahlen. Dabei leite ich ein Qualitätsmanagementteam von zehn Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern und wir betreuen 28 größere und kleinere Fabrikationsanlagen. Meine Hauptaufgaben sind das Erstellen und Überprüfen von Qualitäts- und Produktionsvorgaben, das Steuern der Industrialisierung von neuen Produkten, die Optimierung der Produktivität der Anlagen und Verbesserung der Prozessbeherrschung. Eine Herausforderung hierbei ist die Verknüpfung der verschiedenen Fertigungsbereiche der Wulstkerne, der Stahlkordlagen und der Extrusion.

Den ersten Kontakt zu Michelin habe ich auf dem Absolventenkongress in Köln im Gespräch mit einem Personalverantwortlichen am Michelin Stand geknüpft. Nicht einmal zwei Monate später hatte ich nach einem Telefoninterview und einem Vorstellungsgespräch die Zusage und konnte nach meinem Studium zum Wirtschaftsingenieur meine Tätigkeit als Qualitätsingenieur aufnehmen.
In den ersten Monaten habe ich neben dem Tagesgeschäft eine strukturierte Ausbildung mit einem persönlichen Ausbildungsplan und Seminaren absolviert. Hier wurden mir viele Möglichkeiten geboten um mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Nach nur drei Monaten hatte ich die ersten Seminare in der Unternehmenszentrale in Clermont-Ferrand/Frankreich. Dabei war es hilfreich, dass ich in den ersten Jahren zwei Mal pro Woche Französischunterricht mit einem Privatlehrer hatte.
Nach zwei Jahren wurde ich in das Michelin Deutschland Nachwuchskräfte Programm aufgenommen. Dort lernte ich andere junge Kollegen aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und Industrie kennen. Bei verschiedenen Fortbildungen in der Deutschlandzentrale in Karlsruhe wurden die Grundlagen für eine Teamleiterstelle vermittelt. Außerdem wurde ich durch einen Mentor betreut, an den ich mich jederzeit wenden konnte. In monatlichen Treffen haben wir Managementfragen und Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung besprochen.
Nach nicht einmal drei Jahren wurde mir angeboten, zusammen mit meiner Frau, für ein Jahr nach Shenyang /China zu gehen. Nach kurzer Überlegung haben wir zugesagt und der Französisch- wurde durch Chinesisch Unterricht ersetzt. In Shenyang habe ich zusammen mit Ingenieuren aus Clermont-Ferrand eine Pilot- und Ausbildungsanlage angefahren und für die Produktion qualifiziert. Anschließend war es meine Aufgabe neue Produkte zu industrialisieren, Techniker und Maschinenführer auszubilden und einen Standard zur Prozessbeherrschung zu erarbeiten. Nach nur einem halben Jahr erhielt ich ein Verlängerungsangebot für das neue Werk in Shenyang und die Betreuung einer komplexen Großanlage. Diese einmalige Gelegenheit wollten wir uns nicht nehmen lassen und sind mit großer Begeisterung drei weitere sehr spannende Jahre in China geblieben. Dabei konnte ich schon vor dem eigentlichen Start des Projektes an dem Aufbau der Fachabteilung Extrusion mitwirken. Dafür wurde in einem internationalen Expertenteam zusammen gearbeitet. Eine gute und schnelle Kommunikation rund um den Erdball und online Teammeetings über Brasilien, Frankreich, Indien und China waren dafür notwendig, um die Projekte zu koordinieren.
Durch meine unterschiedlichen Tätigkeiten im Pilotprojekt, im Werk Shenyang, die Mitarbeit beim Aufbau des neuen Werkes und dem Start-up der Großanlage konnte ich fortwährend neue Kollegen kennenlernen und mein Netzwerk erweitern. Es wurde eng mit Kunden, Lieferanten, Ingenieuren, Instandhaltung, Garantieabteilung und der Produktdefinition zusammengearbeitet um sich kontinuierlich zu verbessern. Die Fortschritte wurden regelmäßig an die Asienzentrale in Bangkok und die Firmenzentrale in Clermont-Ferrand gemeldet. Während dieser Zeit stand ich im regelmäßigen Kontakt mit den Kollegen in Deutschland. Dies war hilfreich und die Reintegration nach der Expatriation hat nahtlos stattgefunden.
Nach meiner Rückkehr ins Werk Homburg habe ich nach zwei Monaten Wiedereingliederung die Abteilung aus der ich fortgegangen bin als Teamleiter übernommen und arbeite jetzt wieder mit meinen alten Kollegen zusammen. In meiner Funktion als Qualitätsmanager bin ich weiter im Kontakt mit den internationalen Kollegen und das weltweite Netzwerk hilft mir auch in schwierigen Situationen Lösungen zu finden.