Reifenendprüfung erhält Geschenk von Karlsruher Studierenden

Nach Juliane Hofmann am 01 Februar 2018

10 Stipendiaten der Stiftung Wissen+Kompetenzen warteten am 1. Februar, gemeinsam mit zwei unserer Trainees, mit großer Neugier auf ihren Auftrag. Dieser hieß: Findet eine Lösung, um die Markierungsprüfung in der Reifenendkontrolle einfacher zu gestalten bei gleichbleibender Qualität.

Der Auftraggeber Roland Isinger, technischer Projektleiter im Werk Karlsruhe, erhoffte sich durch einen Design Thinking Workshop neue kreative Ansätze für alternative Prüfmethoden. Das Ziel der Methode ist, dem Auftraggeber ein Geschenk in Form einer optimalen Problemlösung zu übergeben. Der Vorteil von Design Thinking: Die Ideen werden ausgehend von den Bedürfnissen des Kunden und seinen Erfahrungen mit der Problemstellung entwickelt. Der Nutzen für den Kunden steht dabei absolut im Fokus.

In dem ganztägigen Workshop durchliefen die Teilnehmer mehrere Phasen. Zunächst erkundete die Gruppe die derzeitige Realität und ließen sich den Prüfprozess an der Anlage demonstrieren. Nach dem ersten Eintauchen in die Problemstellung ging es direkt in die Research-Phase. In dieser Phase werden die wahren Bedürfnisse des Nutzers erforscht. Die Teilnehmer befragten deshalb ihre internen Kunden nach ihren Erfahrungen. Anschließend strukturierten die Gruppen ihre Informationen aus den ersten beiden Phasen und sammelten beim Brainstorming viele kreative Ideen für alternative Prüfmethoden. Nachmittags hatten beide Teams jeweils eine Idee ausgearbeitet und mit LEGO-Bausteinen und Exponaten des Michelin Museums einen Prototyp entwickelt.

Auftraggeber Roland Isinger ist von den Ergebnissen überzeugt: „Wir werden die Ideen in den kommenden Wochen auf Umsetzbarkeit prüfen und im Detail ausarbeiten. Die Vorschläge haben Potenzial und wären definitiv eine zuverlässige Alternative für das derzeitige Verfahren.“ Die Design Thinking Coachs Dr. Astrid Kurth und Rainer Sorge sind von den Studierenden begeistert. „Ihre professionelle Herangehensweise an die Lösungsfindung hat uns sehr beeindruckt. Außerdem arbeiten sie als Team sehr gut zusammen“ so Kurth, „Sie haben die Sicht der Anwender verstanden und Lösungen präsentiert, mit der die Kunden weiterarbeiten können.“

Auch Xavier Robin, Maschinenbau-Student im Master, zieht eine positive Bilanz: „Für uns war diese Methode der Lösungsfindung etwas komplett Neues. Ich freue mich, dass uns ein so wichtiges Thema bei Michelin anvertraut wurde. Deshalb standen wir am Ende auch voll und ganz hinter unserer Lösung. Vielen Dank für diese tolle Gelegenheit. Wir kommen gerne wieder!“